Japanische Akupunktur

Die Ursprünge der Akupunktur, egal welcher Stilrichtung, liegen in China

und sind ungefähr 4000 Jahre alt.

Japanische AkupunkturVor etwa 1400 Jahren von chinesischen Mönchen eingeführt, hat die japanische Kultur der Akupunktur ihren eigenen Stempel aufgedrückt. Wie in allen östlichen Therapien gilt der Mensch als Einheit, der individuell behandelt wird, wie es die Umstände und der Zeitpunkt erfordern.

Bei der Japanischen Akupunktur wird mit demselben Meridiansystemen und den Akupunkturpunkten wie im Chinesischen System gearbeitet. Ein grosser Unterschied besteht in der Nadelungstechnik und der Diagnosestellung.

Traditionellerweise ist die Akupunktur in Japan ein Blindenberuf. Die zeitweise ausschliessliche Ausübung und auch Weitergabe der Akupunktur durch Blinde hatte einen sehr prägenden Einfluss auf alle japanischen Akupunkturstile.

Die grosse Bedeutung eines feinen Tastsinns für die Ausübung der Japanischen Akupunktur ist typisch und unerlässlich.

Die Diagnose wird entsprechend, durch das Befühlen des Bauches, die so genannte Hara-Diagnose, das Betasten des Pulses und der Energiebahnen sowie das Erfühlen energetischer Ungleichgewichte, einzelner Akupunkturpunkte gestellt

Therapeutisch werden sehr feine Nadeln verwendet, die nur oberflächlich in die Haut eingebracht werden. Anschliessend werden diverse Techniken angewendet, je nach Beschwerden oder Krankheitsbild des Patienten, um die Symptome zu lindern. Dies können weitere Akupunkturnadeln, das Abbrennen winziger Kügelchen aus Beifussblättern (Moxibustion), Schröpfen oder manuelle Techniken sein.

Die Japanische Akupunktur ist insgesamt gesehen eine sehr feine Art der Akupunktur, besticht aber trotzdem oder gerade aus diesem Grund durch grosse, therapeutische Effizienz. Anwendungsgebiete im Sinne westlicher Erkrankungen sind zum Beispiel:

  • Bewegungsapparat: Rheuma und Arthritis | Rückenschmerzen | Schulterbeschwerden | Tennisellenbogen | Ischiasbeschwerden | Hüftprobleme etc. | Migräne | Kopfschmerzen
  • Streßbedingte Beschwerden: Schlaflosigkeit | Anspannung | Burnout Syndrom | Abgeschlagenheit
  • Urogenitaltrakt: Prolaps | Cystitis | Impotenz | Inkontinenz
  • Gynäkologie: (siehe auch unter Frauen und Kinder) PMS | Unregelmäßige, schmerzhafte, ausbleibende Menstruation | Fertilitätsstörungen | Morgenübelkeit | Mastitis | Milchstau | Menopausenymptome
  • Atemwege: Asthma | Bronchitis | Chronischer Husten | Grippale Infekte | Sinusitis
  • Gastro Intestinaltrakt: Streßmagen | Colitis | Magengeschwüre | Darmbeschwerden | Verstopfungen Durchfall | Hämorriden | Übelkeit/Erbrechen
  • Allergien: Heuschnupfen | Nahrungsmittelallergien
  • Haut: Ekzeme | Psoriasis | Neurodermitis | Akne